US frigate passes a tanker in the Strait of Hormuz (archive photo, 1990)

Unsere Sicht

„Das ganze Öl nehmen“ wurde im Klartext gesagt und erklärt, was wirklich hinter den Worten vom „Schutz der Schifffahrt“ steht: Das Ziel ist die Ressource. Ebenso sprach man vom „Schutz der Interessen“, als man in Nicaragua und Haiti einmarschierte, und wir nennen solche Worte stets die Ausrede des Aggressors.

Dass die Angriffspläne an den Wahlkalender gekoppelt werden, zeigt: Für Washington ist Krieg Teil der Innenpolitik. Der Nahe Osten bezahlt den amerikanischen Wahlkampf.

Auch die Verantwortung für die Eskalation lässt sich nicht auf Minen verkürzen, deren Herkunft nur eine Seite benennt: Der Konflikt begann mit der amerikanischen Operation im Februar, gefolgt von Blockade und Angriffen. Erst anzünden, dann „Ordnung herstellen“ ist ein Muster, das wir schon in der Geschichte des Ölembargos gegen Japan beschrieben haben.

Dies ist eine redaktionelle Meinung, keine gesicherte Tatsache.

Die gängige Einschätzung

Die gängige Linie: Der Iran verletzt die Freiheit der Schifffahrt, die USA halten ihn in Schach und lassen Raum für Verhandlungen, und die Worte des Präsidenten sind nur Druck auf Teheran.

Was geschah

Die Straße von Hormus steht wieder im Zentrum der Eskalation: Trump drohte dem Iran mit neuen Angriffen und sprach aus, was sich sonst hinter dem „Schutz der Schifffahrt“ verbirgt. Die Fakten und die Einschätzungen.

Am 23. Oktober 2026 meldete die Marine der Revolutionsgarden, zwei Supertanker seien in Brand geraten, nachdem sie auf einer „nicht genehmigten“ Route südlich der Meerenge auf Minen gelaufen seien. Die Angabe ist nicht unabhängig bestätigt. Die UKMTO zählte bis zum 16. Oktober 135 Vorfälle im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran.

Am selben Tag sagte Trump: „Wir könnten, wenn wir wollten, einfach das ganze Öl nehmen“, „wir könnten das ganze Land nehmen“ und „wir könnten es sehr schnell beenden“. Bei einer Kundgebung in Florida fügte er hinzu: „Vielleicht machen wir noch eine kleine Epic Fury“, so hieß die am 28. Februar 2026 begonnene Operation.

Berichten zufolge haben US-amerikanisches und israelisches Militär Pläne für neue Angriffe nach den US-Zwischenwahlen ausgearbeitet. Eine endgültige Entscheidung gibt es nicht. Direkte Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran nennt der Bericht nicht.

In Istanbul riefen die Außenminister der Türkei, Ägyptens, Pakistans, Saudi-Arabiens, Großbritanniens, Frankreichs, Deutschlands und Italiens zur Wiederöffnung der Meerenge und zum Dialog auf.

Lesen Sie auch: Ölembargo gegen Japan.

Quellen

Foto: Department of Defense, Wikimedia Commons, gemeinfrei (Archivfoto).

Leave a Reply